Bevorstehende Veranstaltung

3. Wiener Forum für interkulturelles Philosophieren

Termin: 22.-23. Februar 2019 (jeweils 09:00 - 17:00)
Ort: Otto-Mauer-Zentrum, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien

Link zur Website von WiGiP - Wiener Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie

Programm-PDF HIER

Erster Tag: »Kulturen übersetzen / Translating Cultures«

Koordination:
Dr. Gabriele Osthoff-Münnix (ehem. Universität Münster/Innsbruck)
Dr. Bianca Boteva-Richter (WiGiP/Polylog-Zeitschrift f. interk. Philosophieren),
unter Mitwirkung von Sool Park (München)

Spätestens seit dem »translational turn« in den Kulturwissenschaften fällt das Augenmerk auf die Tatsache, dass Über-Setzen nicht nur eine philologische Übertragung von Bedeutung zwischen verschiedenen Sprachen ist, mit der man fremde Denkinhalte dem Verstehen erschließt. Es handelt sich vielmehr immer auch um Transferleistungen zwischen verschiedenen Kulturen, die unter anderem auch mit je verschiedenen Sprachstrukturen zusammenhängen. Wie denkt man anders in Sprachen ohne Kopula; wie denkt man anders (und weshalb?) in Sprachen, in denen wir die Kategorien Subjekt und Prädikat nicht so, wie sie uns geläufig sind, finden? Und damit zusammenhängend die Frage, wie kann man philosophische Inhalte, Texte oder Begriffe in der notwendigen Tiefe übertragen, sodass nicht nur der Sinn, sondern auch die darin verborgene kreative Leistung offenbart werden können?
Übersetzungen dienen, wie allgemein bekannt, nicht lediglich dazu, irgendwelche Texte zu übertragen. Sie verhelfen unbekannte Texte, Themen und AutorInnen kennen zu lernen, zeigen ihre Lebenswirklichkeit und präsentieren diese einem größeren Fach-Publikum. In dieser Hinsicht sind sie absolut notwendig, doch viel zu selten werden die Fragen gestellt: Wer übersetzt was und für wen? Und kann man Kulturen überhaupt ineinander übersetzen?
Die Reflexion verschiedener Philosophien der Übersetzung erweitert das interkulturelle Verstehen um eine Tiefendimension, die die Konzepte interkultureller Kommunikation eher selten wahrnehmen, denn es geht um metaphysische Prämissen jeweiliger Weltsicht, deren Reflexion dem besseren Verständnis anderer Kulturen aufhelfen kann. Die Tagung soll viel Raum zum gemeinsamen Nachdenken geben. Die Thesen der ReferentInnen werden den Teilnehmern daher vorab zugehen.


Zweiter Tag: "Gegenwärtige Themen einer interkulturellen Philosophie"

Koordination:
Dr. Tony Pacyna (Universität Wien)
a.o. Prof. DDr. Hans Schelkshorn (Universität Wien)

Für den zweiten Tag des Forums besteht die Möglichkeit, Papers zu verschiedenen Themen interkulturellen Philosophierens einzureichen. Darüber hinaus können auch laufende Forschungsarbeiten oder -projekte vorgestellt werden.

 

Organisatorische Hinweise

Konferenzsprachen: Vortragende können jeweils in ihrer eigenen Sprache referieren, wenn längere Zusammenfassungen in Deutsch oder Englisch zur Verfügung gestellt werden.

Organisatorische Rückfragen und Anmeldung zur Teilnahme am Forum ohne Vortrag jeweils an: johann.schelkshorn@univie.ac.at
Das Wiener Forum interkulturellen Philosophierens kann weder Fahrt- und Nächtigungskosten noch Honorarkosten übernehmen.
Wir bitten InteressentInnen, kurze Angaben zur Person und zur institutionellen Zugehörigkeit beizufügen.