Forschungsschwerpunkte Schelkshorn

Theorien der Moderne

Globale Ethik

Lateinamerikanische Philosophie / interkulturelle Philosophie

Diskursethik

Sprecher des fakultären Forschungsschwerpunktes "Ethik in religiösen und säkularen Kontexten" 

Mitglied der Forschungsplattform Religion and Transformation in Contemporary European Society

 

Aktuelle Projekte

1. Die Moderne als zweite Achsenzeit

Aktueller großer Forschungsschwerpunkt

 

2. "Lateinamerikanische Philosophie" der Gegenwart - Philosophien der Befreiung und postkoloniales Denken

Der Begriff einer "lateinamerikanischen Philosophie" umfaßt jene philosophischen Projekte, die sich bewußt als "lateinamerikanische Philosophie" konstituieren. Die historischen Wurzeln einer "filosofía americana" reichen bis in den Zeit nach den Unabhängigkeitskriegen zurück, als die neu entstandenen Republiken in einer postkolonialen Situation gesellschaftliche Strukturen für eine eigenständige Entwicklung aufbauen mußten. "Lateinamerikanische Philosophie" versteht sich daher als kritische Reflexion über die Probleme postkolonialer Gesellschaften. Die ersten Entwürfe einer "filosofía americana" sind daher im 19. Jahrhundert im Kontext liberal-positivistischer Denkformen entstanden, die besonders in Argentinien extrem eurozentrische Orientierungen aufwies. Die in diesem Jahrhundert Ende der 60er Jahre entstandenen "Philosophien der Befreiung" verstehen sich als Kritik an den eurozentrisch verengten Strömungen; sie knüpfen dabei an die Ziele der Mexikanischen Revolution und an sozialkritische Traditionen Lateinamerikas an. Die Befreiungsphilosophien, die in den 70er und 80er Jahren die Debatten um eine "lateinamerikanische Philosophie" dominiert hatten, sind jedoch im letzten Jahrzehnt zunehmend einer kritischen Revision durch das "postkoloniale Denken" ausgesetzt, das von postmodernen Philosophien inspiriert ist.

 

3. Dialog zwischen Diskursethik und lateinamerikanischer Philosophie der Befreiung ( Projekt abgeschlossen)

Dieses Projekt entstand im Kontext des Dialogprogramms zwischen der lateinamerikanischen "Philosophie der Befreiung" und der "Frankfurter Diskurstheorie" (K.-O. Apel) in der Zeit von 1989 bis 1998 wurde von Doz. DDr. Raul Fornet-Betancourt (Missio Aachen) organisiert. Diesem Dialog kommt eine historische Bedeutung zu, insofern hier zum ersten Mal zwei repräsentative Philosophien aus Lateinamerika bzw. Europa in einen kontinuierlichen und gleichberechtigten Dialog eingetreten sind. Im Zentrum der Debatten stand die Möglichkeit der Begründung einer universalistischen Moral im Kontext der sozialen und politischen Asymmetrien in der gegenwärtigen Weltgesellschaft.